Manchmal braucht es einfach einen Ort, an dem die Bienen sein können, ohne dass jemand meckert. Wo sie summen dürfen, wo Anfänger ihre ersten Gehversuche machen können und wo erfahrene Imker ihre Völker betreuen – ohne Diskussionen mit Nachbarn oder Platzprobleme im eigenen Garten.
Genau so einen Ort haben wir jetzt. Für den Imkerverein Offenburg haben wir ein Grundstück organisiert und gemeinsam hergerichtet. Was vorher ein verwildertes Fleckchen war, ist jetzt ein richtiger Bienenstandort geworden – und ich nehme dich mit, wie es dazu kam.

Du kennst das: Man sieht eine Fläche und denkt sofort "Hier könnten doch eigentlich Bienen stehen". So ging es uns auch. Das Grundstück war da, es war grün, es war sonnig – aber es war halt auch zugewuchert, ungepflegt und einfach nicht bereit für Bienen. Überall Gestrüpp, hohes Gras, und ein paar Mirabellenbäume, die sich ihren Weg durch das Dickicht gekämpft haben. Ja, du hast richtig gehört: Mirabellen stehen dort. Und die werden nicht nur für uns Menschen eine Freude sein – auch die Bienen werden sich über die Blüten freuen.



Mit vereinten Kräften haben wir angepackt. Gemäht, geschnitten, geräumt, aufgeräumt. Die Mirabellenbäume sind geblieben – sie sind jetzt echte Blickfänge und spenden gleichzeitig etwas Schatten für die Völker. Wir haben Stellflächen für die Beuten vorbereitet, Wege angelegt, und alles so eingerichtet, dass man hier gut arbeiten kann.
Das Beste: Es hat richtig Spaß gemacht. Zusammen im Verein etwas auf die Beine zu stellen, das man am Ende sieht und anfassen kann – das ist ein tolles Gefühl.
Ganz fertig sind wir allerdings noch nicht: Genau in der Mitte des Grundstücks klaffen noch tiefe Dachsbauten, die wir als nächstes angehen müssen. Die Tiere haben dort ordentlich gebuddelt, was den Boden an dieser Stelle sehr uneben gemacht hat. Dieser Bereich muss in den kommenden Tagen noch verfüllt und ordentlich glatt gefräst werden – dann ist auch die letzte Stolperfalle beseitigt und der gesamte Standort ist sicher und bereit für die Völker.

Das Grundstück wird jetzt unser Vereinsstandort.
Hier werden künftig stehen:
Ein Ort also, der nicht nur Bienen beherbergt, sondern auch Begegnungen möglich macht. Zwischen den Mirabellenbäumen werden wir uns austauschen, voneinander lernen und gemeinsam das Imkerjahr erleben.
Ein Dank an alle
Ohne die vielen helfenden Hände im Verein wäre das nicht möglich gewesen. Jeder hat mit angepackt, jeder hat seinen Teil beigetragen – und am Ende steht ein Standort, auf den wir alle stolz sein können.
Ich freue mich schon auf die ersten Völker, die hier einziehen. Und auf die Mirabellen im Sommer – die werden wir uns dann hoffentlich gemeinsam schmecken lassen 😉
